Katzen richtig transportieren

Über die Wahl der richtigen Transportbox und wie wir die Katze an sie gewöhnen, haben wir ja bereits in dem Artikel Die richtige Transportbox gesprochen. Nun stellt sich die Frage, wie wir die Katze zum Transport in die Kiste bekommen und dann an unseren Zielort.

Das Einpacken

Sie kennen das vielleicht: Ihre Katze liegt morgens immer an diesem bestimmten Platz. Nur nicht an dem Tag, an dem Sie sie irgendwohin transportieren wollen. Und selbst, wenn die Transportkiste ein beliebter Ruheplatz ist, wird sie am Tag des Ausflugs garantiert nicht in der Box liegen. Also stehen wir jetzt vor der Aufgabe, die Katze in die Kiste zu bekommen. Und das mit möglichst wenig Stress und Kratzern. Hier sind ein paar Tipps:

Gefangen und in eine Box gesperrt zu werden, mag keine Katze. Falls die Katze Angst vor der Transportbox hat, halten Sie diese außer Sichtweite. Locken Sie Ihre Katze in einen Raum mit wenig Versteck- und Klettermöglichkeiten. Nähern Sie sich Ihrer Katze langsam und heben Sie sie vorsichtig hoch. Eine große Öffnung an der Transportbox ist von Vorteil, weil sich die Katze dann weniger gut an der Box festhalten kann.

Falls Ihre Katze flieht, jagen Sie die Katze nicht. Idealerweise holen Sie sich eine zweite Person als Hilfe dazu. Nähern Sie sich der Katze immer langsam und reden sie beruhigend auf sie ein. Falls die Katze kratzt oder beißt, nehmen Sie ein Handtuch oder eine Decke, und legen Sie diese über die Katze. Dies schützt Sie und engt die Bewegungsfreiheit der Katze ein. Auf viele Katzen wirkt eine solche Verpackung sogar beruhigend.

Die Transportbox sollte mit einem rutschfesten Boden und einen dünnen Hand­tuch oder Decke ausgestattet sein. Eine Decke bietet der Katze eine zusätzliche Versteckmöglichkeit. Voluminöse Kissen sind schwer zu reinigen und können die Katze einengen. Hier gibt es aber individuelle Vorlieben und wenn sich Ihre Katze mit einem vertrauten Kissen wohler fühlt, dann benutzen Sie dieses.

Tragen Sie die Transportbox immer horizontal und mit möglichst wenig Bewegung.

Der sichere Transport im Auto

Instinktiv stellen Sie vielleicht die Transportbox auf den Sitz, vielleicht auch neben sich, damit das Tier Sie sehen kann. Empfohlen wird dabei immer der die Siche­rung mit einem Gurt. Tests des ADACs zeigen aber, dass diese Sicherung nicht hilft. Bei einem Aufprall zerbricht die Box und die Katze wird herausgeschleudert.

Sicherer ist der Transport im Fußraum, wo die Box nur wenig Bewegungsfreiheit hat. Bei einem Aufprall wird die Katze gegen die Seite der Box geschleudert. Dieser Weg ist kürzer und die Seite ist stabiler als das Gitter. Da der Sitz von außen gegen die Transportbox drückt, ist auch die Gefahr des Zerbrechens geringer.

Während der Fahrt kann es die Katze beruhigen, wenn Sie mit ihr reden und ihr erzählen, dass alles in Ordnung ist. Laute Musik und große Unruhe im Auto, z.B. durch mitfahrende Kinder oder Hunde, sollten Sie vermeiden. Ein Handtuch über der Box kann als Schutz vor optischen Eindrücken dienen. Manche Katzen wollen ihre Umgebung aber sehen und finden vielleicht sogar Gefallen an dem Ausflug.

Manche Katzenhalter transportieren ihre Katze frei im Auto oder nur mit einer Leine gesichert. Dies birgt allerdings eine Vielzahl von Gefahren. Zum einen kann die Transportbox der Katze auch als Rückzugsraum dienen, in dem sie sich sicher fühlt, vor allem, wenn ihr die Box vertraut ist. Nicht zu unterschätzen ist aber das Unfallrisiko! Eine neugierige oder verängstigte Katze kann während der Fahrt in den Fußraum des Fahrers springen und ein Bremsen verhindern. Bei starkem Bremsen oder Aufprall kann sich die Katze nicht festhalten (und auch Sie können die Katze auf Ihrem Schoß nicht festhalten) und wird durch den Fahrerraum geschleudert. Eine verängstigte Katze kann sich auch unter einem Sitz oder in einer Öffnung im Kofferraum verstecken, wo sie schwer wieder heraus zu bekommen ist.

Wenn Sie kein eigenes Auto haben

Der Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln ist stressiger als ein Transport im Auto. Die Katze ist mit einer Vielzahl fremder Gerüche und Geräusche konfrontiert, möglicherweise sind fremde Hunde in der Nähe. Auch der Wechsel zwischen drinnen und draußen, gerade bei Temperaturunterschieden, ist belastend. Einige Verkehrsverbände verweigern auch den Transport von Tieren.

Wenn möglich, transportieren Sie Ihre Katze im Auto. Sollten Sie selbst kein Auto haben und niemanden im Bekanntenkreis finden, der Ihre Katze transportiert, erkundigen Sie sich über Tiertaxis.

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