Studie zeigt möglichen Zusammenhang zwischen Hausstaub und Schilddrüsenüberfunktion

Schilddrüsenüberfunktion ist eine häufige Erkrankung bei älteren Katzen. Als eine mögliche Ursache wird kommerzielles Tierfutter diskutiert, insbesondere Dosenfutter(siehe auch meinen letzten Post über BPA in Hundefutterdosen). Eine schwedische Forschergruppe fand nun eine weitere mögliche Gefahrenquelle: Hausstaub.

Möbeln, Textilien und elektronischen Geräten werden oft bromhaltigen Brandschutzsubstanzen (z.B. PBDE, BB-209, PCBs, HCB, PCP) zugesetzt, um das Entflammem zu verhindern. Diese Substanzen gelten schon länger als gesundheitsgefährend, einige stehen unter dem Verdacht, endokrine Disruptoren zu sein, also in den Hormonhaushalt von Menschen und Tieren einzugreifen.

Die Forscher der Universität Stockholm fanden bereits vor einiger Zeit einen Zusammenhang zwischen der Konzentration von bromhaltigen Brandschutzsubstanzen im Blut und dem Risiko, eine Schilddrüsenüberfunktion zu entwickeln.

Leider bleiben die bromhaltigen Substanzen nicht in den Gegenständen, die sie schützen sollen, sondern werden an die Umwelt abgegeben und vermischen sich mit dem Staub. Norrgran Engdahl und seine Kollegen fanden  nun in ihrer Studie eine Zusammenhang zwischen der Menge an einigen der bromhaltigen Substanzen im Hausstaub und der Konzentration dieser Substanzen im Blut.Sie konnten auch den Zusammenhang mit diesen Substanzen im Katzenfutter mit den Blutkonzentrationen bestätigen.

Es kann daher vermutet werden, dass hohe Konzentrationen an bromhaltigen Brandschutzsubstanzen im Hausstaub das Risiko einer Schilddrüsenüberfunktion erhöhen.

Quellen

Norrgran Engdahl et al. 2017. Cats’ Internal Exposure to Selected Brominated Flame Retardants and Organochlorines Correlated to House Dust and Cat Food. Environmental Science & Technology. DOI: 10.1021/acs.est.6b05025

Ursprünglich veröffentlicht am 3. März 2017 auf WordPress.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.